Ehrlich gesagt bin ich thermomix-technisch ein echter Spätzünder. So wirklich bewusst wahrgenommen habe ich die große Story „Thermomix“ zum ersten Mal im letzten Jahr im Türkei-Cluburlaub… Auf meine an die Urlaubsbekanntschaft gerichtete Frage, was denn bitte DER Thermomix sei, bekam ich die entsetze Antwort: „Wie Du kennst keinen Thermomix???“. Aufgeschnappt hatte ich das Thema „Thermomix“ zwar schon das ein oder andere Mal – z.B. auf der Speisekarte der Sansibar Sylt (Man kocht natürlich mit dem Thermomix) oder in der ein oder anderen Kochsendung. Aber ich habe zugegebenermaßen nie wirklich weiter nachgehakt, geschweige denn ein „Haben-muss-Gefühl“ entwickelt. Seit einigen Monaten aber thermomixt es wie Bolle rund um und in meinem Bekanntenkreis. Angefangen bei der Urlaubsbekanntschaft im letzten Jahr rollt die Thermomix-Welle derzeit über meine Familie (ich kann jetzt nicht schreiben, wer ihn nach der Schwägerin als nächstes zum Geburtstag bekommt) sowie über meine gesamten Mädelsrunden hinweg. Nix geht mehr ohne Thermomix! Aber was steckt wirklich dahinter? Was kann die rund 1000,- Euro teure Küchenmaschine, das diesen Hype rechtfertigt? Thermomix-Fans antworten an dieser Stelle schnell mit einem gestochen scharfen „ALLES“! Es sei ja nicht irgendeine Maschine, sondern DIE Küchenmaschine, der Thermomix, der Zaubermixer, der einfach Alleskönner. Der „Thermomix“ hat zwölf Funktionen – er kann mixen, mahlen, zerkleinern, vermischen, schlagen, rühren, kneten, kochen, dampfgaren, wiegen, kontrolliert erhitzen und emulgieren. Außerdem ersetzt der Thermomix vier Töpfe, da das Küchengerät ohne Umbau auf bis zu vier Ebenen kocht. Das Prinzip ist einfach und gleichzeitig genial und eignet sich für Koch-Profis und -Nieten: Einfach ein paar Zutaten in die Maschine kippen, ein paar Knöpfe drücken und am Ende ist da das quasi-fertige Menü – per Autopilot ans Ziel gesteuert. Dazu gibt es Unmengen von Rezepten – etwa auf der eigenen Rezeptseite rezeptwelt.de oder aus tollen Kochbüchern wie zum Beispiel das „Pirates Cooking“ der Sansibar-Köche.

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Das Unternehmen hinter Thermomix ist Vorwerk – den meisten sicherlich eher bekannt als Spezialist für hochwertige Staubsauger. Das Wuppertaler Unternehmen erobert jetzt aber mit Volldampf und sehr erfolgreich die Küchen: Alle 38 Sekunden wird irgendwo auf der Welt ein Thermomix verkauft. Im krisengeschüttelten Portugal wird der Thermomix sogar häufiger verkauft als das iPad von Apple, berichtet Vorwerk-Unternehmenschef Walter Muyres. Außerdem stünden in acht der elf 3-Sterne-Restaurants in Deutschland Thermomix-Geräte. Und ehrlich gesagt: Auch ich bin angesteckt! Soll heißen: Bei der nächsten Einladung zur Thermomix-Party bin ich dabei und genieße auch den selbstverständlich im Thermomix zubereiteten Eierlikör. Über alles, was danach passiert, halte ich euch natürlich auf dem Laufenden (Weihnachten kommt schneller als man denkt!)…