Über die Sendung lässt sich wahrlich streiten: Das Konzept finde ich genial, die gestern Abend präsentierte Umsetzung in Teilen „WOW“, in Teilen „NA JA“… Tatsächlich großartig finde ich aber, dass ich gerade ein Henry Christ Tuch in „meinen“ Farben für 39,90 Euro in den s.Oliver-Warenkorb geschoben habe. Über den pinken Bouclé-Blazer im Sprayer-Look – ebenfalls vom Designer-Duo Henry Christ – muss ich noch eine Nacht schlafen…

Aber zunächst einmal zurück zur Sendung. Das Konzept ist einfach: Die mehr oder weniger erfahrenen Teilnehmer der Sendung stellen jeweils zwei Teile ihrer Kollektion auf dem Laufsteg vor und haben die Möglichkeit, sofort den Zuschlag von einem der drei Einkäufer – die Asos, Karstadt und s.Oliver vertreten – zu erhalten. Im Falle der zwei Designer des Hamburger Labels Henry Christ – Henning Kunstreich und Christian Holst – hat das tatsächlich geklappt: Sie bekamen für ihre zwei Entwürfe den Zuschlag von s.Oliver, was gleichzeitig bedeutet, dass die Styles direkt nach der Sendung im s.Oliver-Onlineshop erhältlich waren. Ich bin bereits seit einiger Zeit großer Fan des Labels Henry Christ (der Showroom befindet sich in 100m-Luftlinien-Entfernung) und habe mir schon so einige Male die Nase am Schaufenster platt gedrückt. Die bisherigen Henry Christ-Kollektionen – insbesondere die wunderschönen Seidentücher –  sind bisher eher im Premiumsegment zum Beispiel über myclassico.com oder jades24.com erhältlich.

Aber auch einige weitere Talente erhielten gestern Abend Zuschläge, die darüber hinaus Voraussetzung für den Einzug ins Designer-Loft und für die weitere Teilnahme an der Sendung waren. So gibt es die Entwürfe von Sahra Tehrani und Marcel Ostertag zum Beispiel seit gestern Abend bei Karstadt zu kaufen; das Shirt von Marco Hantel bei Asos. Von einem Teil der gestern präsentierten Designer mussten wir uns aber direkt wieder verabschieden, da sie keinen Zuschlag bekommen haben und auch den Kampf um das letzte Ticket für die nächste Sendung im so genannten Fashion Showdown verloren haben. Am Ende aller Shows winkt für den „Fashion Hero“-Sieger eine eigene Mode-Kollektion in allen drei Shops im Wert von 1,5 Millionen Euro.

Unterm Strich bleibt also festzuhalten: Für die Kandidaten ist die Sendung hart, aber sie bietet auch eine einmalige Chance, da es für alle Designer im Anfangsstadium ihrer Karriere eine der größten Herausforderungen ist, Einkäufer kennenzulernen und tatsächlich eine Order zu erhalten. Es ist für die Designer ein realistisches Feedback, denn was und wer am Markt Erfolg haben wird, liegt immer zunächst in der Hand der Einkäufer. Und damit stehen auch schon die eigentlichen Heros der Sendung fest: Das sind die Shops, die mit einer so noch nicht da gewesenen Dauerpromotion und anschließender direkter Kaufmöglichkeit eine einfach nur geniale Werbe- und Absatzmöglichkeit erhalten. Was die Rolle der Mentoren betrifft, halte ich mich hier ganz einfach dezent zurück… Ich möchte nicht darüber diskutieren, ob denn Jeggings noch wirklich angesagt sind oder sonstige Statements der Branchen-Profis kommentieren. Aber darauf kommt es bei dieser Sendung wirklich nicht an. Ich glaube, dass wir mit Fashion Hero noch sehr viel Spaß bekommen werden und sicherlich auch noch das ein oder andere Shopping-Highlight. Schaut es Euch einfach selbst an – nächsten Mittwoch, ab 20.15 Uhr…

Hier geht’s zu den s.Oliver-Styles aus der ersten Show – unter anderem mit den Henry Christ-Designs…

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Weitere Henry Christ-Styles – insbesondere die großartigen Seidentücher – gibt es zum Beispiel über myclassico.com oder direkt über henry-christ.com

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Hier geht es zu den Styles der ersten Show von Asos

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Und hier zu den Catwalk Looks der ersten Show von Karstadt – unter anderem mit den Designs von Sahra Tehrani…

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