Kaum liegt der Fashion Week Marathon hinter uns, gibt es schon wieder neues Futter. Am Donnerstag und Freitag letzter Woche fanden in Berlin die German Press Days S/S 2014 statt, bei denen Journalisten und Blogger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz die Showrooms der Fashion- und Lifestyle PR-Agenturen besuchen konnten. Die German Press Days finden zweimal jährlich im April und Oktober (in Berlin und München) statt, um Vertretern der Fashion- und Lifestylepresse rechtzeitig mit den kommenden Kollektionen zahlreicher Labels vertraut zu machen. Klingt logisch, ist aber auch soooo schrecklich verführerisch, da es natürlich wieder überall jede Menge großartiger Dinge gibt, die man unbedingt haben möchte.

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Da ich aber am Donnerstag und Freitag nicht in Berlin war, habe ich mich für Euch in den letzten Tagen durch die diversen Online-Berichte gewälzt und versucht, die wesentlichen Highlights der German Press Days S/S 2014 für Euch zusammenzufassen. Aber ehrlich gesagt muss ich zugeben, dass sich das ziemlich schwierig gestaltet, da sich auch hier wieder bestätigt, was ich bereits in meinem Trend-Artikel geschrieben habe: Die drei bis fünf wesentlichen Trends gibt es in der Form nicht mehr. Vielmehr ist mir aufgefallen, dass neben einer Unmenge wunderschöner Bilder von wunderschönen Stücken und noch schöneren Menschen, im ganz Besonderen über alte Labels in neuer Form gesprochen wurde. Ein wenig fühle ich mich an Closed erinnert – insbesondere wenn es um Esprit geht. Fragt sich nur, wer hier die Rolle der Carrie Bradshaw übernimmt, die damals mit ihrer Liebe zum Hamburger Label von heute auf morgen aus der 80er-Jahre-Marke ein Mega-It-Label machte…

Zwei der Labels, die in den Berichten häufig als Revival-Kandidaten auftauchen, findet Ihr unten. Für mich steht aber fest: Beim nächsten Mal werde ich wieder in Berlin dabei sein. Denn auch hier ist es wie beim Shopping: Anfassen, Fühlen und Probieren kann durch den besten Bildschirm nicht ersetzt werden…

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Esprit

Ich gehe davon aus, dass jeder die Marke kennt. Ich für meinen Teil, habe Esprit in den letzten Jahren komplett gemieden. Vielleicht hätte es sogar das ein oder andere Teil gegeben, das ich getragen hätte, aber allein dieses kleine vérräterische rote Zettelchen, was jedes Teil nicht nur kratzig innen, sondern leider ganz besonders auch außen so gar nicht „schmückte“, ging gar nicht. Ein klares Image-Problem! Der Ruf: hausbacken, langweilig, uncool. Jetzt aber versucht Esprit tatsächlich den Imagewechsel: Mit einem neuen Creative Team und einer neuen Trendlinie tauchen sie plötzlich extrem trendy wieder auf. Eines der mit am häufigsten fotografierten Motive der German Press Days in Berlin war das 80er-Jahre-Sweatshirt mit dem bunten Esprit-Schriftzug. Und tatsächlich: Irgendwie COOL! Aber nicht nur der Pulli – auch das ein oder andere weitere gesichtete Esprit-Teil kann sich sehen lassen. Warten wir also ab, was zum Frühjahr/Sommer 2014 tatsächlich im Laden hängt und ob Esprit den Image-Wechsel schafft…

 

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Vans

Vans erleben ein Mega-Revival! Dank Celine & Co, die die Slip-Ons gerade in den Fashion-Olymp heben, hält die Wiederauferstehung des Skater-Labels auch weiterhin an. Wendepunkt vom Imageverlust hin zum It-Label war sicherlich der bislang größte Coup von Vans:  die Kollaboration mit Kenzo. Auf den German Press Days präsentierte sich Vans mit witzigen Motiven wie Katzenprint und neuen Blitzmotiven – und das mit etwa 90 Euro pro Paar zu vertretbaren Preisen. Ich bin mir sicher: Für Vans wird es im nächsten Jahr ziemlich gut laufen…