Leider bleibt heute nicht mehr viel Zeit, aber ein paar Minuten nehme ich mir nun doch noch, um einige wenige Gedanken zur gestrigen zweiten Fashion Hero Show abzusetzen. Die erste Woche nach dem Start der Show verlief wie ich finde „unterm Strich“ erfolgreich: Zwar gab es hier und da Kritik in Richtung der Mentoren, aber mit den ersten ausverkauften Stücken in den Onlineshops und Stores kann man schon von einer kleinen Erfolgsstory sprechen. Allerdings ist mir gestern Abend (zugegebenermaßen habe ich aber auch nur mit einem Auge geguckt) etwas ganz anderes aufgefallen. Und ich glaube, dass ging nicht nur mir so. Ich frage mich , wer eigentlich die Jung-Designer gebrieft hat? Oder ist es tatsächlich die geringe Erfahrung, mit denen die jungen Talente ans Werk gehen? In der Show geht es darum, kommerzielle Mode zu zeigen, die dann auch wirklich bei Asos, Karstadt und S.Oliver verkauft werden kann. Ich hatte das Gefühl, dass das dem Großteil der gestrigen Kandidaten einfach nicht klar war. Sechs, setzen, leider am Thema vorbei… Anders konnte man es gestern bei vielen Kandidaten nicht formulieren. Haute-Couture-, Red Carpet- und Sommermodelle lassen sich ganz einfach schlecht in den Winter-Alltag integrieren und sind somit derzeit nicht tragbar – also für die hier vertretenen Shops unverkäuflich. Um dieses Konzept zu verstehen, muss man das Business aber auch nicht unbedingt studiert haben. Immerhin wurde aber hier die Rolle der Mentoren in der gestrigen Sendung etwas deutlicher, die genau zu diesem Punkt dem ein oder anderen Kandidaten noch auf die Sprünge geholfen haben. Nächste Woche ziehen die Kandidaten ins Designer-Loft. Wir werden sehen, wer sich dann weiter beweisen kann…

Das Lookbook zu den gestrigen Gewinner-Designs findet Ihr hier.