Ich weiß, ich weiß… „Was hat sie gewettert, dass sie den Büchern in der klassischen Form treu bleibt!“, werden sie jetzt alle sagen. Und eigentlich war ich tatsächlich lange der Meinung, dass ich auf ewig bei meinen Büchern im altbewährten, wunderschön ansehnlichen und vor allem fassbaren Paperformat bleibe. Es ist nicht nur die Haptik und das Gefühl ein gutes Buch in der Hand zu haben. Vielmehr finde ich, dass ein gut sortiertes Buchregal in jeden Haushalt gehört. Aber mittlerweile und insbesondere nach meinem letzten Urlaub muss ich zugeben, dass auch das digitale Format etwas hat. Badeurlaub Türkei und ich war tatsächlich nach der ersten Woche mit meinen mitgereisten Büchern durch. Also hieß es: Teuer kaufen oder Tauschen? Ich habe mich fürs temporäre Tauschen entschieden und zwar mit einer Freundin. Meine zwei Taschenbücher gegen eine gefühlte Buchhandlung in Form des Tolino Shine – mit dem Ergebnis, dass sie mich überzeugt hat und jetzt ein eBook-Reader für Rieke her muss…

Wenn ich mit meinen bisherigen Recherchen richtig liege, gibt es eigentlich nur drei wirklich in Frage kommende eBook-Reader auf dem Markt: Der Tolino Shine, der Kindle Paperwhite und der Kobo Glo. Mein Favorit bisher: Natürlich der Tolino Shine, was aber zugegebenermaßen daran liegt, dass ich ihn in den letzten Woche sehr zu schätzen gelernt habe. Ich werde Euch heute den Tolino Shine etwas ausführlicher vorstellen. In den nächsten Woche folgen dann noch meine Recherchen und Erfahrungen zu den direkten Konkurrenten.

Unter der Marke „Tolino Shine“ vermarkten die vier großen Buchhändlerketten Thalia, Weltbild, Hugendubel und Club Bertelsmann gemeinsam mit der Telekom ihren ersten eBook-Reader. Der Tolino Shine, der seit April 2013 erhältlich ist, kostet rund 100 Euro, hat wie seine Konkurrenten ein hochauflösendes E-Ink-Display mit integriertem Leselicht und wird über einen Touchscreen bedient. Die Akkulaufzeit des Tolino Shine beträgt rund 90 Stunden – das ist ein extrem langer Urlaub von 7 Wochen! Der Gerätespeicher umfasst vier Gigabyte und ist per SD-Karte um bis zu 32 Gigabyte erweiterbar. Der Tolino Shine funkt über ein integriertes WLAN und verfügt zusätzlich über eine USB-Schnittstelle inklusive Kabel. Das Gewicht ist mit 180 Gramm leichter als jeder durchschnittliche Schmöker. Das für mich aber Wichtigste: Direkt mit dem Gerät erhält man den Zugriff auf rund 300.000 deutsche Buchtitel! Zum Vergleich: Amazons eBook-Shop hat zwar mehr als 1,5 Millionen Bücher im Angebot, davon aber nur rund 120.000 deutsche Titel. Ein weiterer Vorteil dieser Kooperation zwischen Buchhandel und Telekom: Der Tolino Shine ist an die Telekom-Cloud angebunden. Jeder Käufer erhält mit dem Tolino Shine 25 Gigabyte kostenlosen Cloud-Speicher; der Zugriff auf die Cloud ist auch von anderen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets möglich. Außerdem können mit dem Tolino Shine die rund 11.000 Telekom-Hotspots in Deutschland jederzeit kostenlos über den Web-Browser zum Surfen genutzt werden! Sobald man sich im Einzugsgebiet eines Hotspots der Telekom befindet, wird die Verbindung automatisch aufgebaut. Persönliche Daten müssen dazu nicht eingegeben werden.

tolino

Bedient wird der Tolino Shine hauptsächlich per Touchscreen, wobei ich mich kurz an die etwas langsamere Umsetzung als auf anderen Tablets gewöhnen musste (hektisch werden bringt nichts). Das Blättern im Buch ist einfach: Rechts auf den Bildschirm tippen heißt weiter, links zurück. Oben oder unten tippen ruft das Menü auf. Ansonsten beschränkt sich der Tolino auf zwei Schalter an der oberen Seite zum Ein- und Ausschalten sowie zum Betätigen der Display-Beleuchtung. Über das Hauptmenü bzw. den Startbildschirm werden auch die Bücher geshoppt. Welcher eBook-Store eingebaut ist, hängt davon ab, wo man den Tolino Shine gekauft hat. Alle anderen Shops können aber auch problemlos über den Internet-Browser erreicht werden. Zudem ist der Tolino in der Lage, eBooks aus der Online-Ausleihe der öffentlichen Bibliotheken zu verarbeiten – dies können weder Kindle noch Kobo Glo. Ebenfalls vom Startbildschirm wechselt man in die Bibliothek, die alle eBooks im internen Speicher und auf der Speicherkarte auflistet. Ein kleiner Minuspunkt zum Schluss, der aber nicht mir, sondern nur meiner Freundin aufgefallen ist: Eine Sortierung der gespeicherten Bücher mit Hilfe von Dateiordnern, Regalfunktionen oder Sammlungen ist bisher nicht wirklich möglich. Es gibt aber eine sehr gute Suchfunktion, mit der die Ergebnisse auch nach Datum und weiteren Punkten sortiert werden können. Da ich aber eh nicht wirklich der „Ablage“-Typ bin, ist dieser Punkt für mich ziemlich unproblematisch bis völlig  irrelevant.

Insgesamt hat mir der Tolino Shine also super gefallen und hat zumindest schon mal die Entscheidung zum Kauf eines eBook-Readers zu verantworten. Ob es jetzt der Tolino, der Kindle oder etwa der Kobo Glo wird, kann ich noch nicht hundertprozentig sagen. Dazu aber mehr in den nächsten Tagen und Wochen. Naja, und vielleicht reichen im Bücherregal künftig ja auch die wichtigsten Klassiker. Von den meisten CDs konnte ich mich schließlich auch irgendwann trennen.

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Technische Daten Tolino Shine

15,24 Zentimeter (6 Zoll)
HD E-Ink Display mit integrierter Beleuchtung
1024×758 Pixel, 16 Graustufen
Infrarot Touchscreen
183g leicht
Bis zu 7 Wochen Akkulaufzeit
4 GB interner Speicher, erweiterbar auf 32 GB (Micro-SD)
5 Schriftarten und 7 Schriftgrößen, E-Ink optimiert
Unterstützt die Formate ePub, .PDF und .TXT

 

Lesefunktionen Tolino Shine

Lesezeichen setzen und synchronisieren
Volltextsuche in eBooks
Intuitive Seitennavigation
Revolutionäre Silbentrennung
E-Ink optimierte Schriftarten
Individuelle Schriftgrößen
Integrierter Web-Browser